Kunst/Kultur

möchte durch Echtzeitfähigkeit die Lebensqualität der Menschen erhöhen. Echtzeitfähigkeit heißt, dass Technik in Zukunft ohne merkliche Verzögerung funktioniert.

ist mehr als Technik.

ist auch Kunst und Kultur.

Durch die Sense & Act Aktivitäten wollen wir die Grundthemen von = Sensoren, Aktuatoren, Kommunikation und Echtzeitfähigkeit auch künstlerisch umsetzen, um eine breite Öffentlichkeit anzusprechen. Das Fühlen (Sensorik), das Handeln (Aktorik), die Kommunikation mit Anderen und die Zeit sind ganz elementar wichtig für den Menschen. Zentrale Schnittstellen sind hier Mensch, Maschine und Umwelt. Diverse Künstler sind von dieser Idee begeistert, da die -Vision mannigfaltige allegorische Ausdruckmöglichkeiten birgt.

Der Künstler Yiannis Stilos hat die -Vision in Form von Comics umgesetzt, siehe www.fast-zwanzig20.de/vision/. Seine Comics zeichnen sich durch eine erfrischende Reduktion auf das Wesentliche aus, so dass der Inhalt auf selbsterklärender Weise in den Vordergrund tritt.

Die -Vision kann durch eine Vielzahl von Kunstformen umgesetzt werden, z.B. auch literarisch und musikalisch. Diesbezüglich würden wir uns über Beiträge von Künstlern sehr freuen! Wir sind sehr gespannt auf diese künstlerische Reise.

Musik ist ein typisches Echtzeitthema, so kann der Mensch Töne mit einer Genauigkeit von weniger wie 10 ms auflösen. Der genaue relative Zeitpunkt des Erklingens eines Tones kann entscheiden, ob dieser Spannung/Drive (minimal früher) oder Entschleunigung (minimal später) generiert. Durch drei Klavierkompositionen möchte ich einen kleinen Beitrag im Rahmen unserer Sense & Act Aktivitäten liefern:

Why:

In diesem Stück möchte ich das sensorische/aktorische Feedback zwischen Menschen und Umwelt zum Ausdruck bringen. Der Mensch agiert als Aktor (z.B. leider durch Erzeugung von Umweltbelastungen), die Umwelt wirkt darauf als Sensor und dann wiederrum als Aktor für den Menschen mit dem Resultat von Naturkatastrophen und Klimaveränderungen, der Mensch wird schlussendlich zum Sensor basierend auf seinen eigenen Aktionen. Das Stück soll diesbezüglich auch die Verwundbarkeit des Menschen darstellen. Die Wechsel der Tonarten sollen unterstreichen, dass die Beziehung von Mensch und Umwelt sowohl sehr positiv (Dur), als auch negativ sein kann (Moll). Der Mensch hat diesbezüglich Verbesserungspotential!

Sense and Act:

Hier wollte ich den Versuch wagen, eine Kommunikation zwischen zwei Menschen musikalisch darzustellen. Die linke (eine Person) oder rechte Hand (andere Person) gibt ein Thema/Argument vor, die andere Hand (Person) reagiert auf serielle und parallele Art und Weise und es entsteht eine angeregte Kommunikation. Irgendwann knallt es, aber man versteht sich dann wieder sehr gut und es wird getanzt.

Winter Fantasy:

Diesbezüglich wurde ich von der Stimmung einer winterlichen Naturlandschaft inspiriert. In diesem Stück ist, in Anlehnung an das Echtzeitthema, das Timing der Töne von zentraler Bedeutung.

mit besten Grüßen,
Frank Ellinger